Zehn weit verbreitete Irrtümer über Schönheits-Operationen - Teil 2

Hdready plastic surgery misconception part 2

Zu einem operativen Eingriff aus ästhetischen Gründen gibt es verschiedenste Meinungen. Sowohl Befürworter als auch Gegner von Beauty-OPs stützen ihre Ansichten jedoch oft durch Mythen und Irrtümer. Mit den am meisten verbreiteten Irrglauben soll hier aufgeräumt werden.

6. Schönheits-OPs im Ausland gehen immer schief

Schlechte Erfahrungen kann man leider überall machen. Es ist jedoch falsch zu denken, nur weil ein plastischer Chirurg seine Praxis in einem anderen Land hat, muss er auch schlechte Arbeit leisten. Ganz im Gegenteil! Vor allem innerhalb Europas lohnt es sich häufig, die Preise für die gewünschte Behandlung in verschiedenen Ländern zu vergleichen.
Ausländische Ärzte können die Schönheits-Operationen oft günstiger anbieten als Chirurgen in Deutschland. Sie deshalb auch meist mehr Patienten als ihre deutschen Kollegen und somit auch mehr Erfahrungen. Insbesondere bei einer Operation in den USA oder im europäischen Raum braucht man sich wegen der Hygienestandards keine Gedanken zu machen.

7. Früher gab’s das nicht

Viele Menschen denken, dass ästhetische Korrektur ein Phänomen der Neuzeit sind. Die Anfänge der Nasenkorrektur reichen aber zum Beispiel bis in die Zeit um 3000 v. Chr. zurück und sind somit ganz und gar nichts „Neues“.
Durchgeführt wurden Nasenoperationen damals allerdings nicht aus Schönheitsgründen. Wer aufgrund einer Strafe die Nase abgehackt bekam, ließ sich bei Fachkundigen, meist Priestern, die Nase rekonstruieren. Diese bestand aus einer Nasenbahnprothese und einem Hautlappen aus der Stirn. Zu dieser Zeit galt die Nase als Symbol der Ehrbarkeit.

8. Nur eitle Menschen legen sich unters Messer

Sehr viele Menschen, die einen plastischen Chirurgen aufsuchen, haben ganz andere Gründe als nur ihr Aussehen. Wer zum Beispiel nach dem Einsetzen eines Magenbandes massiv an Gewicht verloren hat, leidet danach häufig unter überschüssiger Haut, die sich nicht zurückbildet. Diese Menschen haben mit ihrer Gewichtsabnahme meist aus gesundheitlichen Gründen begonnen. Auch mögliche folgende Bauchstraffungen werden oft aus hygienischen/gesundheitlichen Gründen durchgeführt. Die Bereiche unter der Fettschürze sind schwer zu reinigen und neigen deshalb zu Entzündungen und nässenden Wunden. Nach einer ästhetischen Korrektur reicht eine ganz normale Körperpflege aus.
Auch Brustverkleinerungen lassen Patientinnen meist nicht aufgrund ihrer Eitelkeit durchführen. Viele Patientinnen haben starke Rücken- und Nackenschmerzen und leiden unter der psychischen Belastung durch ihre große Oberweite.

9. Brustvergrößerungen sind gefährlich

Seriöse Fachärzte verwenden bei Brustvergrößerungen Implantate, die in Europa zugelassen sind und somit als sicher gelten. Außerdem weisen solche Ärzte im Beratungsgespräch vor dem Eingriff auf mögliche Risiken hin und empfehlen der Patientin eine geeignete Implantatgröße.
Bei einer Brust-OP sollte das Ergebnis zur Figur der Patientin passen. Außerdem nimmt das Risiko für Verhärtungen im Bereich des Implantats mit steigender Körbchengröße zu.
Moderne Implantate bestehen aus Silikongel und einer festen Hülle. Das Risiko, dass diese Hülle reißt, ist sehr gering. Sollte dies dennoch passieren, ist das gesundheitliche Risiko nach wie vor gering. Beim Inhalt des Implantats handelt es sich um einen weichen und formstabilen Gelkörper, der keine Flüssigkeit enthält. Brustimplantate dieser Art können also auch nicht auslaufen.

10. Alle Schönheitschirurgen sind gleich

Plastische Chirurgen müssen eine mehrjährige Zusatzausbildung absolvieren und sind auf ästhetische Korrekturen spezialisiert. Um sicherzugehen, dass Sie es mit einem Facharzt zu tun haben, sollten Sie bei Ihrer Suche nach einem Schönheitschirurgen die Interseite der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) nutzen. Wenn Sie über eine Operation im Ausland nachdenken, gilt dasselbe für die jeweiligen Fachverbände im Land.
Denn der Begriff „Schönheitschirurg“ ist nicht geschützt. Praktisch jeder Mediziner kann sich Schönheitschirurg nennen und ästhetische Korrekturen in seiner Praxis anbieten. Aus diesem Grund versuchen sich neben speziell ausgebildeten Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie auch immer mehr Gynäkologen, Hautärzte und andere Fachärzte auf dem Gebiet der Schönheits-OPs – mit oft nicht gerade optimalen Ergebnissen.