Zehn weit verbreitete Irrtümer über Schönheits-Operationen -Teil 1

Hdready plastic surgery misconception

Zu einem operativen Eingriff aus ästhetischen Gründen gibt es verschiedenste Meinungen. Sowohl Befürworter als auch Gegner von Beauty-OPs stützen ihre Ansichten jedoch oft durch Mythen und Irrtümer. Mit den am meisten verbreiteten Irrglauben soll hier aufgeräumt werden.

1.Frauen sollten sich nicht vor den Wechseljahren operieren lassen

Das Gegenteil ist der Fall! Je früher man sich für eine ästhetische Korrektur durch einen plastischen Chirurgen entscheidet, desto natürlicher wird das Ergebnis. Außerdem gilt, je jünger eine Patientin ist, desto schneller und unkomplizierter verläuft der Heilungsprozess.
In der Presse sieht man häufig Bilder von älteren Frauen, nach deren Face Liftings keine Mimik mehr im Gesicht vorhanden ist. Dies passiert genau dann, wenn man sich „zu spät“ für einen Eingriff entscheidet. Die Gesichtshaut muss, je älter die Patientin ist, sehr stark gestrafft werden, um eine Verbesserung der Konturen zu erreichen.
Vor der Menopause ist ein kosmetischer Eingriff in der Regel weniger dramatisch, seine Ergebnisse halten länger an und passen auch besser zur Gesamterscheinung der Patientin.

2.Schönheitsoperationen sind nur etwas für Reiche

Statistiken der American Society of Plastic Surgery (ASPS) zeigen, dass der größte Teil der Menschen, die sich für eine Schönheits-OP entscheiden, aus der Mittelklasse stammt und die Operation von seinem monatlichen Einkommen bezahlt.
Viele plastische Chirurgen bieten inzwischen variable Finanzierungsmodelle an. In einigen Fällen kann es sich außerdem lohnen, sich in Nachbarländern nach den Preisen für einen ästhetischen Eingriff zu erkundigen. Wer mehrere Schönheitskorrekturen plant, erhält häufig einen günstigen Gesamtpreis, wie zum Beispiel bei einem „Mummy Make Over“.
Nicht operative Eingriffe, wie eine Behandlung mit Botox oder Hyaluronsäure, sind meistens überraschend günstig. Behandlungen dieser Art sind nur ein bisschen teurer als andere professionelle Kosmetikanwendungen in Salons.

3.Eine Fettabsaugung ersetzt eine Diät

Dieser Irrtum stimmt keinesfalls. Ganz im Gegenteil wird eine Liposuktion ziemlich oft nach einer erfolgreichen Gewichtsabnahme durch Diät und Sport durchgeführt. Bei einer Fettabsaugung werden Fettpolster dort entfernt, wo man mit gesunder Lebensweise nicht viel erreichen kann. Bei Frauen sind dies häufig die sogenannten Reiterhosen, bei Männern in den meisten Fällen Rettungsringe am Bauch oder überflüssige Fetteinlagerungen in der Brust.
Fettabsaugungen sind kein Weg für übergewichtige Menschen, um schnell Gewicht zu verlieren. Vielmehr können sie das Tüpfelchen auf dem i für diejenigen sein, die ihren Körper mit Sport bereits gut in Form gebracht haben und nun nur noch ihre Silhouette anpassen möchten.

4.Plastische Operationen sind nur etwas für Frauen

Auch dieser Mythos hält sich hartnäckig, trifft aber auf die Realität nicht zu. Zwar sind der Hauptteil der Patienten beim plastischen Chirurgen Frauen, inzwischen sind jedoch bereits 12 bis 15 Prozent der Operierten Männer. Insbesondere in den letzten zehn Jahren ist diese Zahl stetig gestiegen.
Dieser Fakt mag überraschen, ist aber eigentlich eine ganz natürliche Entwicklung. Auch Männer möchten möglichst gut aussehen, häufig aus Karrieregründen. Männer zwischen 40 und 50 Jahren lassen Botox-Behandlung durchführen, um frischer auszusehen. Manche entscheiden sich auch für eine Nasenkorrektur, eine Lidkorrektur oder ein Facelift, um auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt bessere Chancen zu haben.

5.Durch eine Schönheits-OP wird man zu einem neuen Menschen

Eine Schönheitsoperation kann für das Selbstbild des Patienten nicht mehr leisten als eine andere Haarfarbe oder eine neues Kleidungsstück. 
Plastische Chirurgen können (leider) keine Wunder vollbringen. Die Möglichkeiten eines Arztes sind sowohl durch die medizinischen Voraussetzungen als auch durch den Patienten an sich natürlich begrenzt.
Im Beratungsgespräch vor dem Eingriff wird der operierende Arzt dem Patienten ein möglichst realistisches Bild der möglichen Ergebnisse präsentieren und auch drauf hinweisen, wenn der Patient Wünsche oder Vorstellungen hat, die nicht erfüllbar sind.
Außerdem sind die Resultate einer Schönheitsoperation immer zeitlich begrenzt. Keine OP schafft eine Veränderung für immer.

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