Sport nach der Brustoperation: Worauf zu achten ist

Hdready sport nach der brustoperation

Eine Brustoperation wird heute mit verlässlich sicheren Instrumenten und Implantaten durchgeführt und das bedeutet in der Regel eine möglichst geringe Beschädigung von Haut und Gewebe. Dank umfassender, individueller Betreuung und Planung und dank des Einsatzes von hochfrequentierten Verfahren aus der Chirurgie sind die Eingriffe heute mit recht wenigen Komplikationen verbunden. Bei einem großen Teil der operierten Frauen kommt es jedoch zu leichten Blutungen und das erfordert das Einlegen von Drainagen, was dann natürlich auch auf die sportliche Betätigung der Patientinnen hat. Freilich ist die Brust OP kein ganz geringer Eingriff und es ist wichtig, für alle körperlichen Aktivitäten den richtigen Zeitraum nach der Operation zu berücksichtigen. Jede Frau hat eine individuell unterschiedliche Phase der Erholung, auch wenn die Brustvergrößerung vor allem in den ersten Tagen Schmerzen bereitet, und Ruhe und Erholung sind für das Abheilen der Schwellungen unbedingt erforderlich.

Aktivitäten im Alltag – Wie lange warten?

Sport ist das eine, doch auch die bloße körperliche Betätigung und Pflege ist wichtig und Frauen sollten hier nach einer Brustoperation besondere Vorsicht walten lassen. Mit Wasser beispielsweise, also beim Duschen oder gar Baden unvermeidlich, darf die operierte Brust in den ersten ein bis zwei Wochen nicht in Berührung kommen! Wohl jedoch ist ein Spaziergang sehr zu empfehlen, das bringt Körper und Geist in Schwung, und auch sehr leichte Einheiten wie Spinning und Walking sind nach einigen Tagen möglich. Wichtig ist dabei, den entsprechenden Schutz – BH anzulegen und darauf zu achten, dass die operierte Brust weder mit Keimen in Berührung kommt noch durch Stöße und Berührungen beschädigt.

Welcher Sport in Frage kommt  

Ungefähr zwei Wochen der Brust OP lässt sich die sportliche Betätigung langsam steigern und dabei sind Aktivitäten zunächst noch auszuschließen, bei denen die Brüste und Implantate stark in Bewegung geraten. Damit ist beispielsweise Joggen erst einmal ausgeschlossen, auch die Tanzstunde fällt in den ersten Wochen aus und Sportarten wie Aerobic beziehungsweise rhythmische Gymnastik müssen unterbleiben. Die eingelagerten Brustimplantate könnten durch allzu viel Schwung das frisch operierte Gewebe verletzten, sie könnten zudem unangenehm verrutschen und das bedeutet starke Schmerzen und sogar einen erneuten Eingriff! Überhaupt ist die Größe der Implantate nicht unwichtig, da dies Einfluss hat auf das Volumen der Brust und hier können längere Wartezeiten nach der Brustoperation nötig werden.

Nach etwa sechs bis acht Wochen gibt es kaum noch Einschränkungen und die allermeisten Sportarten sind für Frau ohne Probleme möglich. Es gilt jedoch weiterhin Vorsicht und besonders beim Reiten, Laufen und Fahrrad können bis zu drei Monate Wartezeit erforderlich sein. Selbstverständlich ist zudem das Tragen eines speziell gearbeiteten Sportbüstenhalters, der sowohl ein Absacken der Brüste verhindert wie auch unangenehmes Ziehen und Knautschen der empfindlichen Hautpartien abmildert.  

Besondere Sportarten und die Frage nach dem Solarium

Wer gern schwimmt, muss hierfür nach einer Brust OP mindestens zwei Monate warten. Dabei ist der Kraulstil zunächst nicht möglich, weil der Bewegung der Arme über den Kopf eine zu starke Belastung für die Brüste entstehen kann und das gilt in ähnlicher Weise für den Aufschlag über den Kopf beim Tennis. Sechs Monate sind hier mindestens nötig und für Kampfsport wird der behandelnde Mediziner besondere Anweisungen je nach Heilungsverlauf geben, was unbedingt beachtet und befolgt werden muss, sonst drohen selbst nach Monaten noch ernste Schädigungen.

Auch nicht ganz unwichtig ist für viele Frauen der Gang ins Solarium. Eine Brustvergrößerung erlaubt Sonnenbaden zwar schon im ersten Jahr nach dem Eingriff, doch ist hier auf jeden Fall eine starke Sonnenschutzcreme zu verwenden. Auch ästhetische Vorbehalte gegen allzu häufige Sonnenbäder lassen sich anführen, weil die Operationsnarben durch die Sonneneinstrahlung deutlich nachdunkeln und auch das Implantat selbst heizt sich mitunter unangenehm auf. Um eine entsprechende Narbenbildung zu verhindern, ist das Solarium auch nach dem längst wieder normalen Gang ins Fitness – Studio noch eine Weile tabu und wer sich an diese Vorgaben hält, wird einen erfolgreichen Heilungsprozess mit hoher Sicherheit ohne Komplikationen durchlaufen.