Mit viel Fett schlank werden – Ketogene Diät

Hdready ketogenic diet

Diäten stehen zu Jahresanfang immer hoch im Kurs, genau wie kurz vor der Bikini- bzw. Badehosensaison. Die beste Diät ist aber eine, die zum Lebensstil werden und so über einen langen Zeitraum Ernährung und Gewicht positiv beeinflussen kann. Ob die ketogene Diät oder kurz Keto Diät dafür geeignet ist, soll dieser kurze Überblick zeigen.

Basics der ketogenen Diät

Die Keto Diät ist auch als Low Carb oder No Carb Diät bekannt. Manchmal wird sie auch Low Carb High Fat (LCHF) Diät genannt. Bei dieser Diät werden möglichst wenig Kohlenhydrate verzehrt. Kohlenhydrate werden im Stoffwechsel nämlich zu Glucose und Insulin umgesetzt. Glucose ist der für den Körper am leichtesten zu verarbeitende Zucker.

Ist Glucose vorhanden, werden Fette kaum benötigt und deshalb in Form von Polstern vom Körper gespeichert. Nimmt man weniger Kohlenhydrate zu sich, muss der Körper andere Energiequellen finden. Der Stoffwechsel schaltet auf die Ketose um. Im Rahmen der Ketose bildet die Leber dann aus Fett Ketone bzw. Ketonkörper, die einen Glucoseersatz darstellen.

Die ketogene Diät bedeutet kein Zucker, kein Brot, keine Nudeln und keine anderen kohlenhydratreichen Lebensmittel zu essen. Die Diät entwässert schnell und baut Fett rasch ab. Viele Sportler setzen auf diese Diätform, weil mit ihr eine Leistungssteigerung erreicht werden kann. Auch bei Alzheimer, Krebs und Epilepsie soll eine ketogene Ernährung von Vorteil sein.

Das Prinzip der kohlenhydratarmen Ernährung kennt man bereits von anderen Diäten, wie der Atkins-Diät. Das Besondere an der Keto Diät ist, dass durch die Senkung des Insulinspiegels im Blut das Hungergefühl weniger wird und starke Blutzuckerschwankungen nicht auftreten. Dies sind die beiden häufigsten Ursachen für Heißhungerattacken. Aus diesem Grund ist die Keto Diät auch gut geeignet, wenn man nach einer Fettabsaugung oder Magenverkleinerung sein Gewicht halten und keine neuen Fettablagerungen haben möchte.

Mögliche Nachteile ketogener Ernährung

Die durch die No Carb Ernährung gebildeten Ketone können zu einer Übersäuerung des Stoffwechsels führen. Deren Folgen können unangenehme Begleiterscheinungen wie Mundgeruch, Nachlassen der Leistungsfähigkeit, ständige Müdigkeit, ein erhöhter Harnsäurespiegel und somit ein erhöhtes Gichtrisiko, Nierensteine sowie Magen-Darm-Probleme und Verstopfung sein.

Diese Probleme lassen sich relativ einfach umgehen, wenn man sich etwas ausführlicher mit der Keto Diät auseinandersetzt. Diese Diätform erlaubt es nicht, täglich Fleisch und Fisch in großen Mengen zu verzehren. Im Gegenteil kann zu viel Eiweiß, zum Beispiel aus Fisch und Fleisch, die Ketose sogar unterbinden.

Wer es richtig macht, isst möglichst wenig Fleisch, Käse und Fisch. Stattdessen sollten mehr hochwertige Fette aus Pflanzenölen und Gemüse auf dem Speiseplan stehen. Natürlich sollten bevorzugt kohlenhydratarme Gemüsesorten verzehrt werden. Mit der folgenden Faustregel ist das ganz einfach: Oberirdische Gemüsesorten wie Salat, Gurke, alle Kohlsorten, Tomaten und Paprika sind kohlenhydratärmer als unterirdische Sorten wie Kartoffeln oder Mohrrüben.

Einer Übersäuerung lässt sich außerdem vorbeugen, wenn genug Flüssigkeit, Wasser und ungesüßte Tees, über den Tag verteilt zu sich genommen wird. Auch leichte Bewegung und sportliche Aktivitäten können die Übersäuerung im Körper abbauen.

Keto-Diät bei Krankheiten

Wie eingangs bereits erwähnt, scheint sich eine ketogene Ernährung bei einigen Krankheiten positiv auszuwirken. Dafür ist es aber wichtig, dass die richtige Zusammensetzung der Nährstoffe beachtet wird. Die optimale Kalorienmenge ist für jeden Menschen unterschiedlich. Dennoch die tägliche Energiemenge für jeden Menschen aus etwa 70 Prozent Fett und 30 Prozent Eiweiß und Kohlenhydraten bestehen. In diesen 30 Prozent sollte mehr Eiweiß als Kohlenhydrate enthalten sein.

Das Fett sollte bei dieser Ernährungsform möglichst hochwertig sein. Gute Fettlieferanten sind Pflanzenöle wie Rapsöl, Kokosöl und Olivenöl, Vollfettprodukte wie Sahne, fette Nüsse wie Macadamia und Avocados. Ein Blattsalat mit Olivenöl und einer Avocado wäre eine gesunde Option, deren Kaloriengehalt durch die energiereichen Fettsäuren schnell dem Tagesbedarf entspricht. Zur medizinischen ketogenen Diät gehören auch Gemüse und Obst. Diese Keto Diät ist durchaus auch für Vegetarier geeignet.