Einfluss der sozialen Medien auf Schönheit und Medizin – Teil 1

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Eine Welt ohne Facebook, Instagram, YouTube, Snapchat und Co ist kaum mehr vorstellbar. Noch vor rund 15 Jahren waren die sozialen Medien, die heute so wichtig sind, überhaupt kein Thema. Ständige Erreichbarkeit, weitreichende Vernetzung und vielfältige Möglichkeiten zum Veröffentlichen von Bildern und Videos haben sowohl Vor- als auch Nachteile.

Was sind die sozialen Medien?

Der Einfluss der sozialen Medien auf das Leben der meisten Menschen nimmt stetig zu. Auch Medizin und plastische Chirurgie haben sich durch die sozialen Netzwerke verändert. Der Durchschnittsmensch verbringt etwa 2 Stunden pro Tag mit den sozialen Medien. Er informiert sich in dieser Zeit über Neuigkeiten aus seiner Familie, liest Nachrichten aus der Welt der Prominenten und erfährt Neues über Politik und Wahlen.

Wenn über soziale Medien gesprochen wird, meinen die meisten Menschen Facebook oder Instagram. Sie beziehen sich auf die größten Plattformen und Apps. Soziale Medien beinhalten aber deutlich mehr und existieren in verschiedensten Formen. Per Definition weisen soziale Medien die folgenden vier Aspekte auf:

  • Die Services von sozialen Medien sind derzeit Web 2.0 internetbasierte Applikationen.
  • Der Hauptinhalt der sozialen Medien wird durch die Nutzer produziert.
  • Einzelne Personen und Gruppen erstellen nutzerspezifische Profile für eine Seite oder eine App, die von einem Social Media Service designt und verwaltet wird.
  • Social Media Unternehmen unterstützen das Entstehen von sozialen Netzwerken online, indem sie ein Profil mit dem eines anderen Nutzers oder einer Gruppe in Verbindung bringen.

Die Mitgliedschaft in den sozialen Medien ist in der Regel kostenlos und bietet den Nutzern eine Plattform, sich selbst zu verwirklichen. Wenn sich das Profil oder die Beiträge eines Nutzers plötzlich viral verbreiten, spricht man von einem Phänomen der sozialen Medien bzw. Facebook-Phänomen oder Instagram-Phänomen.

Mit steigendem Einfluss und steigender Zahl der Abonnenten („Follower“) werden häufig auch Unternehmen auf die Profile in den sozialen Netzwerken aufmerksam. Die jeweiligen Nutzer posten ihre bisherigen Inhalte und lassen sich dabei sponsern. Sie platzieren dann Produkte in ihren Beiträgen oder werben direkt für etwas. So können sie in den sozialen Medien Geld verdienen.

Gefährlicher Selfie-Trend?

Besonders beliebt sind in den sozialen Medien Selfies, also Selbstportraits. Natürlich kann man auch ohne Fotos von sich selbst in sozialen Medien aktiv und erfolgreich sein. Dennoch gehören sie für viele Menschen einfach dazu und gerade für Teenager sind sie geradezu ein Muss. Vor, während und nach jeder Aktivität fotografieren sie sich selbst und posten diese Bilder.

Für die Selfies bekommen sie dann Likes, Daumen Hochs und andere Bewertungen, die für die Nutzer der sozialen Medien sehr wichtig sind. Viele messen und vergleichen sich mit Freunden und Idolen. Insbesondere für Mädchen und Frauen ist dieser Trend kritisch zu sehen. Was als lustiger Weg zum Dokumentieren und Teilen von Erfahrungen beginnt, kann zu einer Sucht nach Anerkennung von anderen führen. Diese wiederum kann dem Selbstbild und dem Selbstbewusstsein nachhaltig schaden.

Kinder und Teenager verglichen sich auch vor den sozialen Medien mit bekannten Personen aus dem Fernsehen oder aus Zeitschriften. Dieses Phänomen ist in aller Ausführlichkeit erforscht. Welche Auswirkungen die sozialen Medien, die deutlich persönlicher und aktueller sind, wirklich haben, weiß man derzeit noch nicht.

In der Umfrage „Children, Teens, Media and Body Image“ wurde unter anderem herausgefunden, dass Viele, die online aktiv sind, sich Sorgen darum machen, wie sie bei anderen ankommen. Weitere Ergebnisse der Studie sind:

  • 35 Prozent der Befragten machten sich Sorgen, auf unattraktiven Fotos markiert zu werden
  • 27 Prozent machten sich Gedanken darüber, wie sie auf geposteten Fotos aussehen
  • 22 Prozent der Befragten fühlten sich schlecht, wenn ihre Fotos keine Beachtung fanden

Noch gefährlicher als der Selfie-Trend sind „Am I pretty or ugly?“ – YouTube Videos. Die Verfasser, meist Mädchen oder Frauen, stellen ein Video von sich online, in dem sie die Zuschauer fragen, ob sie schön oder hässlich sind. Diese Videos sind in der Regel öffentlich. So kann sie jeder kommentieren, Schulfreunde, andere Kinder oder auch Fremde, die per Zufall auf das Video gestoßen sind.

Lesen Sie mehr über die sozialen Medien und ihren Einfluss in Teil 2 dieser Serie.