Die ersten 30 Tage nach einer Brustvergrößerung

Hdready after breast surgery

Eine Brustvergrößerung richtet sich sowohl beim Zweck wie auch bei der Operationsmethode immer nach Gesundheit und Funktionalität der Brüste, so dass Mediziner und Patientin gerade bei der Nachsorge eine Reihe von Besonderheiten beachten müssen. Um Korrekturen und Komplikationen zu vermeiden, sind die ersten 30 Tage nach der Brust OP enorm wichtig, schließlich sind die operierten Brüste innerhalb dieser Zeit sehr empfindlich und benötigen Schonung wie eine spezielle Pflege. Schwellungen und auch einige Blutergüsse sind in diesen Wochen normal, klingen aber bald ab und das vergrößerte Dekolleté nimmt die eigentliche, ästhetisch gewünschte Form an.

Kontrollen und Untersuchungen müssen eingehalten werden

In der Regel verbleibt die Patientin nach der Brustoperation im Krankenhaus und wird unmittelbar nach dem Eingriff kontrolliert. Bei diesen Visiten sowohl am Tag der OP wie auch am nächsten Tag wird der Mediziner mögliche Schmerzen lokalisieren, Blutungen und auch die Drainagen werden abgenommen. Die operierte Brust wird neu verbunden und mit einem speziellen Büstenhalter geschützt. Eine Woche nach der Brustoperation erfolgt eine erneute Kontrolle, meistens wird dabei auch der Verband gewechselt. Nach 14 Tagen bis hin zu drei Wochen werden die Pflaster abgenommen und bei den Patientinnen die Fäden gezogen.

Darauffolgende Untersuchungen erfolgen nach 6 Wochen, später nach 3 Monaten, einem halben Jahr und in der Regel wird die abschließende Kontrolle nach einem Jahr vorgenommen.

Was im Alltag nach einer Brust OP zu vermeiden ist

In den ersten Tagen nach der Brustvergrößerung ist Schonung sehr wichtig. Der spezielle Büstenhalter nebst Gürtel stabilisiert, die Wundpflaster schützen und die Patientin sollte am besten schlafen und sich ausruhen. Körperliche Anstrengung etwa im Haushalt ist zu vermeiden. Dazu zählen in erster Linie jene Tätigkeiten, die den Brustmuskel beanspruchen, also beispielsweise das Über Kopf An- und Auskleiden oder auch das Waschen der Haare. Selbst das Aufstehen aus dem Bett kann Hilfe erfordern und auf das Autofahren sollte wegen des für die operierte Brust sehr belastenden Lenkens unbedingt verzichtet werden.

Das Problem mit der Schlaflage

Ein vergleichsweise belastender Umstand ist der Zwang, nach einer Brustvergrößerung in den ersten Wochen auf dem Rücken schlafen zu müssen. Gerade Bauchschläfer müssen sich bis zu 12 Wochen gedulden und selbst die Seitenlage sollte in den ersten 6 Wochen nach der OP vermieden werden. Die Implantate sind in dieser Zeit noch nicht eingewachsen, können instabil verrutschen und für schwere Komplikationen sorgen. Vor allem im Schlaf muss zudem immer der Spezial BH getragen werden, während am Tag die Patientin in liegendem Zustand den Büstenhalter auch mal kurz öffnen kann.

Schmerzen und erforderliche Medikamente

Schmerzen nach einer Brust Op sind normal und werden durch die Schwellungen rund um den Rippenbogen noch verstärkt. Flüssigkeiten, Blutungen und Druckschmerzen können immer auftreten, lassen sich aber in den ersten Tagen nach dem Eingriff gut mit einer Kühlung abmildern. Der Mediziner wird meistens mittelstarke Medikamente wie etwa Ibuprofen verschreiben und nach etwa einer Woche sollte das Schlimmste überstanden sein, zumal Frau dann auch wieder duschen darf. Allerdings ist hier bis zu drei Wochen nach dem Eingriff immer auch Vorsicht angebracht. Tabu sind innerhalb der ersten 4 – 5 Wochen nach der Brustvergrößerung auf jeden Fall Vollbäder.

Zudem müssen in der ersten Woche auch Antibiotika und eventuell Medikamente gegen die Schwellung eingenommen werden. Die Narben werden stabiler, fester und die entsprechenden Pflaster dürfen nach 14 Tagen entfernt werden. Es ist sinnvoll, hier dann auf eine besondere Narbencreme zu setzen, es gibt dazu beispielsweise Silikonsalbe, die dann bis zu ein Vierteljahr nach dem Eingriff aufzutragen ist.  

Und wie steht es um Krankschreibung und den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben?

Prinzipiell ist die ästhetische Brustoperation und Vergrößerung in den allermeisten Fällen keine Kassenleistung und eine Krankschreibung wird dementsprechend nicht ausgestellt. Als Mittel gelten zwei Wochen nach der OP, in der sich Frau schonen muss, danach ist der Einstieg in den Arbeitsalltag für die meisten Tätigkeiten möglich – zumal keine Reha oder ähnlich aufwendige Methoden zur Nachsorge erforderlich sind. Allerdings gibt es Ausnahmen und vor allem körperlich sehr aufwendige Jobs können eine oder zwei Wochen mehr Schonung nötig machen, was im Übrigen auch für jegliche sportliche Betätigung nach einer Brustvergrößerung gilt. Hier sollte Frau erst nach etwa 6 Wochen wieder einsteigen, ein direktes Training für die Brustmuskeln hingegen braucht mindestens 3 Monate Abstand zu Brust OP.