Die Dinge, über die keiner spricht – Brustvergrößerung nach Stillzeit

Hdready breast augmentation after pregnancy

Es gibt einige Dinge, die man erst erfährt, wenn man sie selbst erlebt hat. Gerade bei den Themen Schwangerschaft, Geburt, Stillzeit und Mutterdasein hat man durch das Bild in den Medien und auch den Druck aus Umfeld und Familie vielmals den Eindruck, alles müsste einfach schön sein. Wie oft kann man in Foren lesen, Schwangerschaftsstreifen nehme ich für meine Kinder gern in Kauf. Oder: Mein Körper hat Spuren davongetragen und ist gerade deshalb schön.

Genauso häufig gibt es aber auch Frauen, die nach Schwangerschaft und Stillzeit unzufrieden oder unglücklich sind. Meist trauen sie sich aber nicht, darüber zu sprechen. Viele sagen Dinge wie: „Mein Körper ist nicht mehr derselbe (wie vor der Schwangerschaft).“ Was sie aber genau damit meinen, erfährt man meistens nicht.

Den größten Schock erleben Mütter, wenn sie mit dem Stillen ihrer Kinder aufhören. Innerhalb von kurzer Zeit verliert das Brustgewebe seine Spannung und bei einigen Frauen sind die Brüste praktisch weg. Es kann außerdem hinzukommen, dass das Gewebe so strapaziert wurde, dass die Brust auch hängt. Plastische Chirurgen sagen übrigens, dass die Veränderung der Brust nicht durch das Stillen, sondern durch die Schwangerschaft selbst verursacht wird. Deshalb können Hängebrüste nach der Schwangerschaft auch Frauen betreffen, die nie gestillt haben.

Bevor man sich für eine Brust-OP entscheidet, um die Optik des Busens wiederherzustellen, sollte man etwas Zeit vergehen lassen. Ärzte empfehlen nach dem Abstillen mindestens 6 bis 9 Monate zu warten. Erst nach dieser Zeit ist die Brust in ihrem Endzustand angekommen und es kann über eine mögliche Schönheitsoperation und ihr Ergebnis gesprochen werden.

Auch wenn eine Frau nicht gestillt hat oder nicht stillen möchte, sollte sie etwa 6 Monate nach der Geburt warten, bevor sie eine Brustvergrößerung machen lässt. Dies gibt dem Körper Zeit zur Erholung nach der Geburt und nach etwa einem halben Jahr sollten sich auch die Hormone wieder eingependelt haben.

Außerdem sollte vor der Brustvergrößerung möglichst das angestrebte Idealgewicht erreicht sein.  Natürlich kann man auch nach einer Brust-OP noch abnehmen oder eine Diät machen, ein drastischer Gewichtsverlust kann aber die Ergebnisse der Operation beeinflussen.

Im besten Fall ist die Familienplanung vor einer Brustvergrößerung ebenfalls abgeschlossen. Brustimplantate und Stillen schließen sich nicht grundsätzlich aus, allerdings gilt das Gleiche wie bei größeren Gewichtsabnahmen. Nach dem Ende der Stillzeit mit Implantaten können Korrekturen oder eine Bruststraffung notwendig sein, da sich das Gewebe der Brust erneut verändert.

Je stabiler die Ausgangslage vor der Brustvergrößerung ist, desto schönere und länger anhaltende Ergebnisse können erreicht werden. Dabei ist es nicht wichtig, ob die Patientin nur ihre Brust wieder in den Zustand wie vor der Schwangerschaft gebracht haben oder eine generelle Vergrößerung erreichen möchte.

In keinem Fall sollten sich Frauen für ihren Wunsch nach einer chirurgischen Veränderung schämen. Eine Schwangerschaft ist Hochleistungsarbeit für den Körper und es ist absolut menschlich, wenn man mit eventuellen Spuren aus dieser Zeit unglücklich ist. Für eine Brustvergrößerung nach einer Geburt sollte man sich, wie bei jeder Schönheitsoperation, ausführlich von einem Facharzt beraten lassen.

Im Beratungsgespräch erklärt der plastische Chirurg alle Möglichkeiten und Risiken und kann der Patientin Vorher-Nachher-Bilder von Brust-OPs zeigen, damit sie sich das Ergebnis besser vorstellen kann.

Auch die Internetrecherche ist empfehlenswert. In Beauty-Foren findet man viele Frauen, die über ihre Erfahrungen nach der Brustvergrößerung berichten. So bekommt man einen realistischen Eindruck von der Operation und den Dingen, die sie so mit sich bringt, wie Schmerzen, Heilungszeit usw. Nicht zuletzt finden Frauen in solchen Foren auch Leidensgenossinnen. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid und manchen jungen Müttern reicht vielleicht auch ein Gespräch mit einer anderen Frau, der es genauso geht, um zu wissen, dass sie nicht allein mit ihren Problemen sind.